Blue Secrets – Der Kuss des Meeres

Es sollte ein letzter Sommerurlaub der beiden Freundinnen sein, bevor sie die Schule beenden. Eine letzte unvergessliche Zeit zusammen, bevor für jede ein neues Leben beginnt. Unvergesslich wurde der Sommer auf jeden Fall, doch nur eine der beiden beginnt ein neues Leben…
kuss-des-meeresEmma und Chloe sind so unterschiedlich wie beste Freundinnen nur sein können. Chloe ist schwarz wie die Nacht und ein Läufer-Ass, Emma ist weiß wie Schnee und eher ein bisschen tollpatschig, doch sie würden beide für einander einstehen, wann immer es nötig ist. Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Schulzeit beschließen sie einen Strandurlaub zu machen. Nicht ohne Folgen. An der Strandpromenade treffen sie den gut aussehenden Galen und sein eher feindseelige Schwester Rayna. Genauer gesagt, Emma stolpert über ihren Flip Flop und prallt mit Galen zusammen. Doch zu gemeinsamen Unternehmungen mit den Geschwistern soll es zunächst nicht kommen. Emma und Chloe gehen stattdessen mit ihrem Surfbrett schwimmen. Sie treiben weit hinaus auf’s offene Meer, als Chloe von einem Hai angegriffen und unter Wasser gezogen wird. Emma will ihrer Freundin helfen und versucht sie den Fängen des Monsters zu entziehen, doch sie ist nicht stark genug. Als sie dann ihre Kräfte verlassen befielt sie dem Hai loszulassen und zu verschwinden. Der Hai gehorcht und Emma verliert beinahe das Bewusstsein.
Galen und Rayna haben das Spektakel von der Promenade aus gesehen und Galen beschließt dem weißhaarigen Mädchen zu helfen, doch er kommt zu spät. Chloe ist bereits tot und ihm bleibt nichts anderes übrig als Emma zur Oberfläche zu ziehen und den Rettungsschwimmern im Boot zu übergeben, bevor er wieder im Meer verschwindet, denn niemand darf sehen, dass er eine Flosse hat.

Galen ist Botschafter der Syrena, den Meermenschen, und lebt zeitweise in Menschengestalt an Land. Von einem befreundeten Arzt hat er von Emma erfahren, die offenbar die Fähigkeit besitzt mit Fischen zu sprechen.
Nach den Erlebnissen des Haiangriffs ist er überzeugt, dass Emma auch eine Syrena ist, versteht aber nicht, weshalb sie ihre Freundin dann nicht gerettet hat. Außerdem ist sie nach den Gesetzten der Syrena eine Straftäterin, weil es ihnen verboten ist ohne Sondergenehmigung bei den Menschen zu leben. Er hat vor Emma zu stellen und sie zurück ins Königreich von Triton zu bringen, wo sie sich mit dem König, seinem Bruder, verbinden muss, um die Zukunft der Syrena zu sichern. Mit Hilfe einer eher zwielichtigen Freundin spürt er Emma auf und schreibt sich auf ihrer Highschool ein, um ihr das Geheimnis zu entlocken und sie anschließend zu verhaften.
Doch so einfach wie er sich das Ganze vorstellt ist es dann doch nicht. Emma scheint nichts von ihren Syrenakräften zu wissen.
Nachdem sie sich zunächst dagegen gewehrt hat, überhaupt etwas mit Galen zutun haben zu müssen, freunden die beiden sich doch noch an und Galen überzeugt Emma,dass sie Syrenablut in den Adern hat. Gemeinsam trainieren sie Emmas Verwandlung. Emma glaubt, Galen wolle ihr helfen, doch sein eigentliches Ziel ist es, sie zu seinem Bruder zu bringen. Entgegen seiner eigenen Wünsche und aufkeimenden Gefühle für Emma.
Doch dann stößt Galen auf Hinweise, die alles verändern könnten…

Bei Der Kuss des Meeres handelt es sich eher um ganz seichte „Couch-Literatur“. Die Spannungskurve bleibt über die ganze Geschichte hinweg sehr flach und die Erzählung sehr vorhersehbar. Die Idee der Syrena ist prinzipiell ansprechend, doch leider sehr schwach erzählt. Der Fokus liegt mehr auf den Gefühlen zwischen Emma und Galen, anstatt auf den Herausforderungen der beiden Protagonisten.
Die Rolle der Chloe geht nach dem dramatischen Haiunfall verloren. Keine Rückblicke, kein Einfluss, den die beste Freundin auf Emma hat. Sie ist einfach tot und damit nahezu vergessen. Einzig ein Ausflug an den Strand an dem Chloe starb, setzte Emma zu und führte zu einer Art Nervenzusammenbruch. Von Trauerbewältigung oder Traumata aber keine Spur, was für eine achtzehnjährige, die dabei zugesehen hat, wie ein Hai ihre beste Freundin tötet, eher unwahrscheinlich erscheint. Stattdessen hängt sie ihren Gefühlen für einen Fischmann-Prinzen nach und ist kaum aus dem Wasser herauszubekommen. Das passt meiner Meinung nach nur schwer zusammen.
Die Perspektive wechselt kapitelweise zwischen Galen und Emma, wobei Emmas Text aus der Perskeptive des“Ich-Erzählers“ geschrieben sind, während Galens Kapitel von einem „Personalen-Erzähler“ geschildert werden, was dazu führt, dass zeitweise das Gefühl aufkommt eigentlich zwei Bücher zu lesen. Inhaltlich passen sie zusammen, aber der Stil bricht mit jedem Kapitel.
Das Ende ist so wenig überraschend und unspektakulär wie der Rest des Buches erwarten ließ. Tatsächlich wirkt es eher wie das Ende eines Kapitels, denn das einzige Ende was hier gefunden wird, ist die Suche nach Emmas Geheimnis.
Alles in allem war es ein sehr sehr sanftes Buch für absolut anspruchslose Unterhaltung.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s